Herbst 2026 - Macbeth von William Shakespeare
Von altem Aberglauben und wer unsere Wünsche lenkt
Nicht über die Lippen anständiger Theaterleute kommt der Name dieses Stücks: Steht es auf dem Spielplan, weichen sie aus auf „The Scottish Play“ oder „The Cursed Play“. Verflucht sei das Drama gar, Unglück soll es bringen, den Titel auszusprechen..... Ja, im Theater kann viel passieren: Von Texthängern über undankbares Publikum bis hin dazu, dass ein Bau komplett abbrennt, wie es am 29. Juni 1613 mit dem Globe Theatre, Shakespeares Bühne in London, passierte, während einer Aufführung von „King Henry VIII.“
Heidnische Beschwörungen und Verwünschungen, ungebrochen wirkungsvoll, soll der gute Will in sein Werk eingewoben haben, die drei Hexen Macht über Schicksal von Herrscher und Land verleihen.
Dem Helden und seinem besten Freund erscheinen sie nach glücklich geschlagener Schlacht auf offenem Feld und künden davon, dass ihre bisher ordentliche Karriere nun plötzlich steile Höhenflüge erleben soll: König soll er werden, der Titelheld, und der Kriegsgenosse „Vater vieler Könige“. Der Floh ist nun im Ohr und es geht los: Soll man der Prophezeiung Flügel verleihen, indem dem alten König etwas „zustößt“? Oder soll man abwarten, bis sich die Vorsehung von selbst erfüllen möge?
Wird unsere Vorstellung dadurch zur Realität, dass wir sie in die Wege leiten oder gehen wir unsere Wege deshalb, weil uns Mächte führen, über die wir keine Kontrolle besitzen?
Mit ihrem Regiedebüt im Theater Nikola Landshut führt Sie Sabine Hoffmann auf die eindrucksvollen Spuren eines Klassikers: Erstmals seit 14 Jahren wird im Theater Nikola wieder Shakespeare gespielt.
Premiere von "Macbeth" ist am Samstag, 24. Oktober 2026, weitere Aufführungen am 30. und 31. Oktober sowie 6. / 7. / 13. / 14. / 20. / 21. November 2026.




